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Sehr lebendige „Dead Ladies“ in Berlin

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Sehr lebendige „Dead Ladies“ in Berlin

Es ist nun wahrlich keine neue Entdeckung, dass Frauen und ihre Leistungen im Schulkanon, in Uni-Kursen und nicht zuletzt in den Mainstream-Medien unterrepräsentiert sind. Von doppelten Diskriminierungen ganz zu schweigen, wie beispielsweise im Fall von Women of Colour. Glücklicherweise scheint sich nun langsam aber sicher das Bewusstsein einiger Menschen zu verändern: Geschichtsschreibung wird hinterfragt, weniger bekannte (aber belegbare) Geschichten zu Tage gefördert und neu bewertet, wer welche Rolle gespielt und welchen Beitrag geleistet hat. In diesen Kontext passen sicher auch Filme wie „Hidden Figures“ – auf Deutsch mit dem Untertitel „Unerkannte Heldinnen“ – , der international sehr positiv aufgenommen wurde . Ich will hier aber nicht argumentieren, dass das Sichtbarmachen und Kanonisieren unternommen werden sollte, weil es dafür einen Markt gibt. Und man muss auch keine große Filmproduktionsfirma sein, um an der Unterrepräsentation was zu ändern. Drei bewundernswerte Menschen aus Berlin haben sich dazu entschieden, die Veränderungen mitzugestalten und die „Dead Ladies Show“ ins Leben gerufen: Die Übersetzerin Katy Derbyshire, der Herausgeber einer Literaturzeitschrift Florian Duijsens und die Journalistin Susan Stone. Lies den Rest dieses Beitrags

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Mutige Kinderbücher

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Mutige Kinderbücher

Die ‚Schneekönigin‘ scheint Kinder auf der ganzen Welt fest in ihrem Griff zu haben (ich meine die Disney-Version und mich haben sogar Berichte über Sichtungen in der Mongolei erreicht). Wenn man sich die Seiten von Pink Stinks, einer „Protestorganisation, die gegen Produkte, Werbe- und Medieninhalte agiert, die Kindern eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen“ (link), anschaut, hätte es definitiv schlimmer kommen können. Nichtsdestotrotz ist es doch irgendwie krass, wie sich so ein globaler Mainstream entwickelt. Dabei gibt es so viele herrliche, differenzierte, mutige Kinderbücher, die groß und klein gleichermaßen begeistern können – aber allzu oft in der Wahrnehmung untergehen. Um diesen leiseren Büchern und Charakteren mehr Öffentlichkeit zu verschaffen, haben die Berliner BücherFrauen im Oktober eine Veranstaltung zum Thema „mutige Kinderbücher“ auf die Beine gestellt. Ich wollte eigentlich schon gleich damals darüber schreiben, aber ich habe es damals zwischen Ehrenamt und frischer Selbständigkeit einfach nicht geschafft, den Artikel fertig zu schreiben. Aber das Thema hat mir immer wieder im Kopf herumgespukt und so nehme ich einfach den heutigen Welttag des Buches zum Anlass, die „mutigen Kinderbücher“ und die Veranstaltung nochmal hervorzuholen.

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