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Von unerwünschten Frauenfiguren im Literaturbetrieb: Die emanzipierte Muslimin. Ein Erfahrungsbericht von Safeta Obhodjas

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Leider nicht nur ein Problem im deutschen Literaturbetrieb, sondern beispielsweise auch in Großbritannien, insbesondere wenn es um Migrant*innen aus den ehemaligen Kolonien geht. „Armes, unterdrücktes Mädchen wird nach England zwangsverheiratet und emanzipiert sich durch Assimilierung an den ‚British way of life'“ oder „Ehrenmorde in muslimischer Parallelgesellschaft in Nordengland“ funktionieren immer noch besser als differenzierte Geschichten und Figuren jenseits der yellow press Schlagzeilen.
Klar gibt es auch Ausnahmen, aber die muss man erst mal finden. Also vielen Dank an Safeta Obhodjas für ihren Beitrag, ihr Buch und ihre Hartnäckigkeit. Vielen Dank auch an die Verlage, die den ungewöhnlichen, die schwierigen, die Geschichten jenseits des Rampenlichts eine Chance geben.

CulturBooks

Die bosnische Exilautorin Safeta Obhodjas stößt im deutschen Kulturbetrieb auf Vorurteile und Unverständnis. Sie soll die Geschichten über das, was sie erlebt hat, den Marktgepflogenheiten anpassen. Vor allem unerwünscht sind ihre selbstbestimmten muslimischen Frauenfiguren. 

Bei CulturBooks ist der Roman „Die Bauchtänzerin“ von Safeta Obhodjas erschienen, die Geschichte der jungen, talentierten Schneiderin und Designerin Vildana. Sie ist eine Muslimin unter vielen in Bosnien und lebt eine europäische Variante des Islam. Wie emanzipiert und frei sie ist, merkt sie, als sie Bekanntschaft mit einer geflohenen Palästinenserin macht. Ausgerechnet von dieser Frau lernt sie den Bauchtanz, den sie von nun an selbstbewusst und stolz mit ihrer kleinen Tanzgruppe aufführt. Bis sich die politische Situation im Land verändert und Vildanas Familie an Ansehen drastisch verliert. Die neuen Mächtigen setzen die Muslime im Land mehr und mehr unter Druck. Am Ende stehen Massenmorde und Vertreibungen.

Erzählt wird Vildanas Geschichte abwechselnd aus ihrer Perspektive und der…

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„Vom Wert des Wortes“

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Was ist uns das geschrieben Wort wert und was die Arbeit der vielen Akteur*innen dahinter? Diese grundsätzliche Frage treibt nicht nur Journalist*innen im Online-Segment um. Am Mittwoch drehte sich der Abend bei den BücherFrauen – dieses Mal im Grünen Salon – um dieses Thema. Lies den Rest dieses Beitrags

breaking news: Hoffnung auf Steuerermäßigung für ePublishing

Statusmitteilung

Haben der offene Brief und diverse Kampagnen tatsächlich gewirkt?! Neulich noch habe ich über die EuGH Entscheidung geschrieben, die einen ermäßigten MwSt-Satz für e-books verbietet (link), heute wache ich auf zu folgender Meldung: „Zusage von Jean-Claude Juncker: Ermäßigter Steuersatz für digitale Zeitungen und Bücher soll kommen“ (link). Jetzt scheint also Bewegung in die Sache zu kommen, zumindest seitens der EU-Kommission. Bin gespannt, wie es weitergeht!

Read!Berlin – new literature festival is here to stay

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Read!Berlin – new literature festival is here to stay

Last week, a new literature festival saw the light of day in Berlin: Read!Berlin

The chosen focus of this festival was writing in and about Berlin, a city perceived as a space of contradictions and longing, internationalisation, gentrification and many stories of migration (as the festival inventors claim on their website – link). The organisers also wanted to address the digitisation of contemporary societies and explore new forms of storytelling that might come out of it, including multimedia ones.

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