Schlagwort-Archive: Literatur

Der ganz normale Literaturpreiswahnsinn: Edward St. Aubyns „Lost for Words“

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Der ganz normale Literaturpreiswahnsinn: Edward St. Aubyns „Lost for Words“

Heute hat meine erste „Instareview“ (Kurzrezension auf Instagram und Litdocs.de) das Licht der Welt erblickt. Dafür habe ich Edwar St. Aubyn’s Roman Lost for Words ausgewählt, der einen schonungslosen und auf verquere Weise lustigen Blick hinter die Kulissen und Fassaden des britischen Literatur(preis)betriebs bietet. Da dürfen merkwürdige Autorinnen und Autoren, absurde Bewertungsprozesse, dramatische Verwechslungen, sexuelle Verstrickungen, hindernisbehafteter Insiderhandel und multiple Manipulationsversuche nicht fehlen…

Ob der Roman auch diejenigen begeistern kann, die den britischen Literaturbetrieb nicht im Detail kennen, ist schwer zu sagen. Sicher wird sich mehr als eine Parallele zu anderen Buchpreisen – auch in Deutschland – ziehen lassen. Aber viele Dinge bleiben eben doch spezifisch britisch und daher wundert es mich nicht, dass der Roman hierzulande nicht so viel Aufmerksamkeit erhalten hat, während er in Großbritannien den Feuilleton gespalten hat, wo die Bewertungen von ‚brilliant‘ bis hin zu ‚vergrämter Racheakt‘ reichten.

Neugierig geworden? Hier gibt es die Kurzrezension zu lesen: link zu Litdocs

Messereporterin van Lente

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Messereporterin van Lente

Auch auf der Frankfurter Buchmesse war ich als Messereporterin für die Jungen Verlagsmenschen aktiv (nachdem es bei der Leipziger Buchmesse schon so viel Spaß gemacht hat). Hier sind die Links zu meinen Artikeln über eine tolle Lesung eines indonesischen Familienromans und eines Buchprojekts über die Ed McBain Polizeigeschichten, über die Verleihung des Virenschleuderpreises sowie über die Hotlist-Preisverleihung der unabhängigen deutschsprachigen Verlage im Frankfurter Literaturhaus. Viel Spaß beim Lesen. Lies den Rest dieses Beitrags

Frankfurter Buchmesse 2015

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Frankfurter Buchmesse 2015

Die Buchmesse ist kurioserweise schon wieder vorbei, ich bin ein wenig erschlagen aber auch hochinspiriert aus Frankfurt zurück und schreibe nun fleißig an meinen Artikeln für die Jungen Verlagsmenschen und die BücherFrauen. Da es morgen und Dienstag auch bei der Arbeit rund gehen wird, muss der Bericht für meinen eigenen Blog leider noch ein bisschen warten… Aber hier geht es schon mal zu einem meiner Artikel, der bereits online ist: „Von rauchenden Familien und rauchenden Waffen – Buchpräsentationen bei CulturBooks“ (link)

Und last, but not least, hier noch der Link zu Dirk Knipphals Artikel in der taz über Navid Kermanis Rede bei der Überreichung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (link zum Artikel). Dafür zahle ich dann auch gerne.

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“

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Ich finde dieses chinesische Sprichwort passt auch zu unserem literarischen Feld. Am Samstag – beim Nachwuchstreffen des Börsenvereins – forderte Elisabeth Ruge in ihrer Keynote mehr „Mut zur Veränderung!“ und stellt gleich klar, dass es ihr dabei nicht um eine blauäugige Übernahme alles Neuen gehe, sondern um einen Kulturwandel hin zu mehr Offenheit, Freiheit und Zusammenarbeit.

Frau Ruge sagte ganz deutlich, dass sich die Branche zwar verändere, aber noch nicht offen genug für tiefgreifende Veränderungen sei. Anstatt das Potential der Digitalisierung zu sehen, dass sich beispielsweise in der schier unglaublichen Verbesserung des Zugangs zu Literatur und anderen Künsten (nicht nur, aber auch) für Menschen mit Sehbeeinträchtigung ergebe, verwehrten sich viele Akteurinnen und Akteure lange dem technischen Fortschritt. Sicher gebe es auch negative Seiten einiger Entwicklungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung, aber eine stärkere Zusammenarbeit der ganzen Branche könne am Ende den Unterschied im Kampf um die Zukunft des Buchmarkts und Verlagswesens bedeutet. Wenn jede und jeder für sich alleine kämpfe, sei die Branche nur schwerlich zukunftsfähig. Lies den Rest dieses Beitrags