Schlagwort-Archive: Buchmarkt

Eins, zwei, drei im Sauseschritt…

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Eins, zwei, drei im Sauseschritt…

Ist der letzte Post echt schon wieder zwei Monate her? Kaum zu fassen. Aber ich weiß schon, wo die Zeit geblieben ist… Bei verschiedenen Übersetzungs- und Layoutarbeiten, bei der Akquise, den BücherFrauen, dem Literary Field Adventskalender und den Weihnachtsvorbereitungen. Und dann, nach einer herrlich erholsamen Pause zwischen den Jahren, habe ich eine Weile in Paris verbracht – einerseits für einen Forschungsaufenthalt, u.a. in der Nationalbibliothek, aber natürlich auch um meine Oma, meine Tante und meinen Onkel und einige Freundinnen in Paris zu besuchen. Das wurde dann auch eine turbulente Zeit – zumal die Recherchen und die Auswertung bis zum 25. Januar abgeschlossen sein mussten, weil die Ergebnisse für einen Vortrag an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz bestimmt waren. Und wie ich da so stehe und rede und versuche den Studierenden das literarische Feld in Frankreich näherzubringen, da weiß ich wieder, was ich daran so liebe. Und dass ich echt ganz gut darin bin!

Aus der Unterrichtsstunde bastele ich dann noch einen Artikel für das Literary Field Kaleidoscope – den anderen Blog, auf dem ich im Moment etwas aktiver bin, dessen Adventskalender mich aber im Dezember fast um den Verstand gebracht hat (abspringende Beiträgerinnen, umständliche Rechteklärungen und dann noch meine eigenen Ansprüche…). Ich habe aber am Wochenende beim Literaturseminar des British Council – #BritLitBerlin – gelernt, dass es nicht nur mir so ging mit dieser Adventskalenderidee gone mad. Die Autorin Sharon Dodua Otoo hat ihren Roman „Syncronicity“ als Adventskalender gestartet und sich fast um den Verstand geschrieben. Das war allerdings nicht das Einzige, was ich bei dem Seminar gelernt habe, bei Weitem nicht. Aber das erzähle ich ein ander Mal, auch wieder im Literary Field Kaleidoscope. Nur so viel sei schon mal gesagt: es waren ganz wunderbare, inspirierende Autorinnen und Autoren dabei – und kürzer wird die Leseliste so nicht… Lies den Rest dieses Beitrags

Messereporterin van Lente

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Messereporterin van Lente

Auch auf der Frankfurter Buchmesse war ich als Messereporterin für die Jungen Verlagsmenschen aktiv (nachdem es bei der Leipziger Buchmesse schon so viel Spaß gemacht hat). Hier sind die Links zu meinen Artikeln über eine tolle Lesung eines indonesischen Familienromans und eines Buchprojekts über die Ed McBain Polizeigeschichten, über die Verleihung des Virenschleuderpreises sowie über die Hotlist-Preisverleihung der unabhängigen deutschsprachigen Verlage im Frankfurter Literaturhaus. Viel Spaß beim Lesen. Lies den Rest dieses Beitrags

Frankfurter Buchmesse 2015

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Frankfurter Buchmesse 2015

Die Buchmesse ist kurioserweise schon wieder vorbei, ich bin ein wenig erschlagen aber auch hochinspiriert aus Frankfurt zurück und schreibe nun fleißig an meinen Artikeln für die Jungen Verlagsmenschen und die BücherFrauen. Da es morgen und Dienstag auch bei der Arbeit rund gehen wird, muss der Bericht für meinen eigenen Blog leider noch ein bisschen warten… Aber hier geht es schon mal zu einem meiner Artikel, der bereits online ist: „Von rauchenden Familien und rauchenden Waffen – Buchpräsentationen bei CulturBooks“ (link)

Und last, but not least, hier noch der Link zu Dirk Knipphals Artikel in der taz über Navid Kermanis Rede bei der Überreichung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (link zum Artikel). Dafür zahle ich dann auch gerne.

Von begeisterten und streitbaren Übersetzern – zum Hieronymus-Tag

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Von begeisterten und streitbaren Übersetzern – zum Hieronymus-Tag

Der Übersetzerstreit schwelt schon seit vielen Jahren vor sich hin. Im Januar 2015 schrieben sich eine Gruppe von 33 Verlagen und der Verband deutschsprachiger Übersetzer (VdÜ) offene Briefe über das Börsenblatt. Und danach? Wie ging es eigentlich weiter im Übersetzerstreit? Im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals in Berlin (ilb) sprach Hinrich Schmidt-Henkel über den Beruf der Literaturübersetzer – und beantwortete auch meine Fragen zu diesem Streitfall.

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„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“

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Ich finde dieses chinesische Sprichwort passt auch zu unserem literarischen Feld. Am Samstag – beim Nachwuchstreffen des Börsenvereins – forderte Elisabeth Ruge in ihrer Keynote mehr „Mut zur Veränderung!“ und stellt gleich klar, dass es ihr dabei nicht um eine blauäugige Übernahme alles Neuen gehe, sondern um einen Kulturwandel hin zu mehr Offenheit, Freiheit und Zusammenarbeit.

Frau Ruge sagte ganz deutlich, dass sich die Branche zwar verändere, aber noch nicht offen genug für tiefgreifende Veränderungen sei. Anstatt das Potential der Digitalisierung zu sehen, dass sich beispielsweise in der schier unglaublichen Verbesserung des Zugangs zu Literatur und anderen Künsten (nicht nur, aber auch) für Menschen mit Sehbeeinträchtigung ergebe, verwehrten sich viele Akteurinnen und Akteure lange dem technischen Fortschritt. Sicher gebe es auch negative Seiten einiger Entwicklungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung, aber eine stärkere Zusammenarbeit der ganzen Branche könne am Ende den Unterschied im Kampf um die Zukunft des Buchmarkts und Verlagswesens bedeutet. Wenn jede und jeder für sich alleine kämpfe, sei die Branche nur schwerlich zukunftsfähig. Lies den Rest dieses Beitrags

25 Jahre Bücherfrauen – viel erreicht und noch viel zu tun!

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Seit einem Vierteljahrhundert netzwerken die BücherFrauen bereits in Deutschland und engagieren sich politisch für die Interessen von Frauen im Buchmarkt. So viel wurde schon erreicht. Noch so viel ist zu tun. Am Mittwoch, den 9.9.2015 versammelten sich viele BücherFrauen im LCB am Wannsee um einen Blick auf das bisher Erreichte und aktuelle Herausforderungen zu werfen – und natürlich um zu feiern! Der Abend startete mit einem wunderschönen Sonnenuntergang bei einem Glas Sekt und entließ mich höchst inspiriert und voller neuer Ideen in die Nacht. Lies den Rest dieses Beitrags

Von unerwünschten Frauenfiguren im Literaturbetrieb: Die emanzipierte Muslimin. Ein Erfahrungsbericht von Safeta Obhodjas

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Leider nicht nur ein Problem im deutschen Literaturbetrieb, sondern beispielsweise auch in Großbritannien, insbesondere wenn es um Migrant*innen aus den ehemaligen Kolonien geht. „Armes, unterdrücktes Mädchen wird nach England zwangsverheiratet und emanzipiert sich durch Assimilierung an den ‚British way of life'“ oder „Ehrenmorde in muslimischer Parallelgesellschaft in Nordengland“ funktionieren immer noch besser als differenzierte Geschichten und Figuren jenseits der yellow press Schlagzeilen.
Klar gibt es auch Ausnahmen, aber die muss man erst mal finden. Also vielen Dank an Safeta Obhodjas für ihren Beitrag, ihr Buch und ihre Hartnäckigkeit. Vielen Dank auch an die Verlage, die den ungewöhnlichen, die schwierigen, die Geschichten jenseits des Rampenlichts eine Chance geben.

CulturBooks

Die bosnische Exilautorin Safeta Obhodjas stößt im deutschen Kulturbetrieb auf Vorurteile und Unverständnis. Sie soll die Geschichten über das, was sie erlebt hat, den Marktgepflogenheiten anpassen. Vor allem unerwünscht sind ihre selbstbestimmten muslimischen Frauenfiguren. 

Bei CulturBooks ist der Roman „Die Bauchtänzerin“ von Safeta Obhodjas erschienen, die Geschichte der jungen, talentierten Schneiderin und Designerin Vildana. Sie ist eine Muslimin unter vielen in Bosnien und lebt eine europäische Variante des Islam. Wie emanzipiert und frei sie ist, merkt sie, als sie Bekanntschaft mit einer geflohenen Palästinenserin macht. Ausgerechnet von dieser Frau lernt sie den Bauchtanz, den sie von nun an selbstbewusst und stolz mit ihrer kleinen Tanzgruppe aufführt. Bis sich die politische Situation im Land verändert und Vildanas Familie an Ansehen drastisch verliert. Die neuen Mächtigen setzen die Muslime im Land mehr und mehr unter Druck. Am Ende stehen Massenmorde und Vertreibungen.

Erzählt wird Vildanas Geschichte abwechselnd aus ihrer Perspektive und der…

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