Archiv der Kategorie: Buchmarkt

Mutige Kinderbücher

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Mutige Kinderbücher

Die ‚Schneekönigin‘ scheint Kinder auf der ganzen Welt fest in ihrem Griff zu haben (ich meine die Disney-Version und mich haben sogar Berichte über Sichtungen in der Mongolei erreicht). Wenn man sich die Seiten von Pink Stinks, einer „Protestorganisation, die gegen Produkte, Werbe- und Medieninhalte agiert, die Kindern eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen“ (link), anschaut, hätte es definitiv schlimmer kommen können. Nichtsdestotrotz ist es doch irgendwie krass, wie sich so ein globaler Mainstream entwickelt. Dabei gibt es so viele herrliche, differenzierte, mutige Kinderbücher, die groß und klein gleichermaßen begeistern können – aber allzu oft in der Wahrnehmung untergehen. Um diesen leiseren Büchern und Charakteren mehr Öffentlichkeit zu verschaffen, haben die Berliner BücherFrauen im Oktober eine Veranstaltung zum Thema „mutige Kinderbücher“ auf die Beine gestellt. Ich wollte eigentlich schon gleich damals darüber schreiben, aber ich habe es damals zwischen Ehrenamt und frischer Selbständigkeit einfach nicht geschafft, den Artikel fertig zu schreiben. Aber das Thema hat mir immer wieder im Kopf herumgespukt und so nehme ich einfach den heutigen Welttag des Buches zum Anlass, die „mutigen Kinderbücher“ und die Veranstaltung nochmal hervorzuholen.

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12 von 12: London Calling

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Es ist eine Weile her, seit ich das letzte Mal bei #12von12 mitgemacht habe, obwohl ich die Idee ganz witzig finde und mir gerne die zwölf Fotos aus anderer Leute Leben angeschaut habe.

Wer noch nicht weiß, worum es genau bei #12von12 geht, kann es hier nachlesen: link

Mein Beitrag kommt heute aus London, genauer: von der London Book Fair. Enjoy!

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Books make my world go round

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Es ist eine Weile her seit meinem letzten Post – ganz einfach weil sich meine Experimente in der letzten Zeit vermehrt außerhalb der Welt des Bloggens abgespielt haben. Seit Ende 2015 bereite ich alles für meinen Weg in die Selbständigkeit vor, um mich wieder stärker der Literatur widmen zu können. Back to the roots, sozusagen. Und die letzten Monate waren wunderbar trubelig.

Eins meiner Projekte, das ich gerne noch weiter ausbauen möchte, ist ein Vergleichsprojekt über deutsche, britische und französische Buchmärkte mit literatursoziologischem Ansatz. Ein erster Schritt ist getan: gemeinsam mit Gesa Stedman haben wir das Literary Field Kaleidoscope erfunden, mit Leben gefüllt und beim Literaturseminar des British Council im Januar gelauncht. Davor habe ich eifrig gebastelt, mich weiter in WordPress eingearbeitet und fleißig geschrieben. Das Ergebnis ist hier zu sehen: www.literaryfield.org Lies den Rest dieses Beitrags

Der ganz normale Literaturpreiswahnsinn: Edward St. Aubyns „Lost for Words“

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Der ganz normale Literaturpreiswahnsinn: Edward St. Aubyns „Lost for Words“

Heute hat meine erste „Instareview“ (Kurzrezension auf Instagram und Litdocs.de) das Licht der Welt erblickt. Dafür habe ich Edwar St. Aubyn’s Roman Lost for Words ausgewählt, der einen schonungslosen und auf verquere Weise lustigen Blick hinter die Kulissen und Fassaden des britischen Literatur(preis)betriebs bietet. Da dürfen merkwürdige Autorinnen und Autoren, absurde Bewertungsprozesse, dramatische Verwechslungen, sexuelle Verstrickungen, hindernisbehafteter Insiderhandel und multiple Manipulationsversuche nicht fehlen…

Ob der Roman auch diejenigen begeistern kann, die den britischen Literaturbetrieb nicht im Detail kennen, ist schwer zu sagen. Sicher wird sich mehr als eine Parallele zu anderen Buchpreisen – auch in Deutschland – ziehen lassen. Aber viele Dinge bleiben eben doch spezifisch britisch und daher wundert es mich nicht, dass der Roman hierzulande nicht so viel Aufmerksamkeit erhalten hat, während er in Großbritannien den Feuilleton gespalten hat, wo die Bewertungen von ‚brilliant‘ bis hin zu ‚vergrämter Racheakt‘ reichten.

Neugierig geworden? Hier gibt es die Kurzrezension zu lesen: link zu Litdocs

Von begeisterten und streitbaren Übersetzern – zum Hieronymus-Tag

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Von begeisterten und streitbaren Übersetzern – zum Hieronymus-Tag

Der Übersetzerstreit schwelt schon seit vielen Jahren vor sich hin. Im Januar 2015 schrieben sich eine Gruppe von 33 Verlagen und der Verband deutschsprachiger Übersetzer (VdÜ) offene Briefe über das Börsenblatt. Und danach? Wie ging es eigentlich weiter im Übersetzerstreit? Im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals in Berlin (ilb) sprach Hinrich Schmidt-Henkel über den Beruf der Literaturübersetzer – und beantwortete auch meine Fragen zu diesem Streitfall.

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„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“

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Ich finde dieses chinesische Sprichwort passt auch zu unserem literarischen Feld. Am Samstag – beim Nachwuchstreffen des Börsenvereins – forderte Elisabeth Ruge in ihrer Keynote mehr „Mut zur Veränderung!“ und stellt gleich klar, dass es ihr dabei nicht um eine blauäugige Übernahme alles Neuen gehe, sondern um einen Kulturwandel hin zu mehr Offenheit, Freiheit und Zusammenarbeit.

Frau Ruge sagte ganz deutlich, dass sich die Branche zwar verändere, aber noch nicht offen genug für tiefgreifende Veränderungen sei. Anstatt das Potential der Digitalisierung zu sehen, dass sich beispielsweise in der schier unglaublichen Verbesserung des Zugangs zu Literatur und anderen Künsten (nicht nur, aber auch) für Menschen mit Sehbeeinträchtigung ergebe, verwehrten sich viele Akteurinnen und Akteure lange dem technischen Fortschritt. Sicher gebe es auch negative Seiten einiger Entwicklungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung, aber eine stärkere Zusammenarbeit der ganzen Branche könne am Ende den Unterschied im Kampf um die Zukunft des Buchmarkts und Verlagswesens bedeutet. Wenn jede und jeder für sich alleine kämpfe, sei die Branche nur schwerlich zukunftsfähig. Lies den Rest dieses Beitrags

25 Jahre Bücherfrauen – viel erreicht und noch viel zu tun!

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Seit einem Vierteljahrhundert netzwerken die BücherFrauen bereits in Deutschland und engagieren sich politisch für die Interessen von Frauen im Buchmarkt. So viel wurde schon erreicht. Noch so viel ist zu tun. Am Mittwoch, den 9.9.2015 versammelten sich viele BücherFrauen im LCB am Wannsee um einen Blick auf das bisher Erreichte und aktuelle Herausforderungen zu werfen – und natürlich um zu feiern! Der Abend startete mit einem wunderschönen Sonnenuntergang bei einem Glas Sekt und entließ mich höchst inspiriert und voller neuer Ideen in die Nacht. Lies den Rest dieses Beitrags