Empfehlung: „New Work Podcast“ – wie können & wollen wir in Zukunft arbeiten?

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Heute melde ich mich mit einer Empfehlung zum Thema Digitalisierung und Arbeitswandel. Ich hatte schon lange den Podcast „New Work“ auf meiner (laaaaangen) Liste der Dinge, die ich unbedingt noch lesen oder anhören möchte. Jetzt hatte ich endlich mal Zeit und Muße und kann die Serie wärmstens weiterempfehlen.

Autorin und Moderatorin Inga Höltmann, eine fellow Digital Media Woman, interviewt in zehn Episoden Frauen und Männer zum Thema Arbeitswandel bzw. „New Work – wie wir in Zukunft arbeiten werden“ (Link zum Podcast). Dabei sind dann zum Beispiel Jana Tepe von Tandemploy (Link zu Tandemploy) und Albrecht von Sonntag von Idealo (Link zu Idealo), aber auch (digitale) Nomaden und Managementberater. Auch interessant: Robert Frankens Thesen dazu wie Digitalisierung, ein wahrer Kulturwandel und „gender empathy“ zusammenhängen und volkswirtschaftlich wie auch gesellschaftlich einen großen Sprung nach vorne bedeuten können (Link zu Robert Frankens Blog).

Ich finde einerseits die Gäste und ihre Zusammenstellung toll, aber auch vor allem die angenehme Art der Moderatorin und ihre interessanten und gut gestellten Fragen. Und die Serie liefert viel „food for thought“. Ich hatte nach den bisherigen Beiträgen jedenfalls immer noch das Bedürfnis, danach mit jemanden darüber zu diskutieren. Denn während ich einige Statements und Einschätzungen durchaus begrüße bzw. teile und es wunderbar finde, wie sich alle Interviewten bemühen, den vielverwendeten Begriff „Digitalisierung“ auf differenzierte Art und Weise greifbarer und verständlicher zu machen, gab es doch auch ein paar Aussagen, die mich eher irritiert haben. Ein Beispiel: das Hinnehmen einer anderen Art von Produktzyklen, i.e. dass Produkte schon auf den Markt kommen, bevor sie ihre Endstufe erreicht haben, so dass kontinuierlich an ihnen weitergearbeitet wird. Nun will ich bestimmt nichts gegen die ständige Verbesserund von Produkten sagen, aber es nervt mich tierrisch, wenn ich unausgegorene Produkte kaufe und dann zur (unfreiwilligen) Beta-Testerin werde, aber trotzdem den vollen Preis bezahle. Ja, mag sein, dass die kontinuierliche Weiterentwicklung und die Veränderung von Produktzyklen auch Teil der Digitalisierung sind, aber Qualitätsansprüche darf man trotzdem noch haben. Damit will ich nicht sagen, dass Herr Franken in Folge 6 gesagt hat, dass es ok sei, Mist auf den Markt zu bringen. Aber da klang doch eine Art Verständnis mit, dass Kundinnen und Kunden zum Teil der Produktentwicklung werden. Super für alle, die sich einbringen möchten – und ich verstehe schon, dass sich einige Fragen oder Ideen erst bei der Benutzung herauskristallisieren. Aber in dem Moment, in dem es eine Feedbackschleife von zahlenden Kundinnen und Kunden fest eingeplant ist um irgendwelche Bugs nachträglich zu verbessern, geht es mir auf den Zeiger.

Nochmal zurück zu den Gästen und den Aussagen: was mir besonders gut gefällt, ist die Unaufgeregtheit, mit der diskutiert wird. Klar sind die Interviewten Expertinnen und Experten im Bereich „New Work“ und so befürworten sie die besprochenen Entwicklungen insgesamt. Das lässt sie aber nicht betriebsblind und unkritisch werden. Meiner Meinung nach sind Differenziertheit der Gäste und der Moderatorin, die vielen Praxisbeispiele sowie der Aufruf, alles immer wieder zu hinterfragen und weiterzuentwickeln – die traditionellen Methoden genauso wie die neuen – eine echte Bereicherung für die Debatte.

Hier nochmal der Link zum „New Work“ Podcast auf Deutschlandradio Kultur: http://blogs.deutschlandradiokultur.de/new-work/

Mehr von und über Inga Höltmann auf http://ingahoeltmann.de/ und Twitter: @ihoelt

Nachtrag: und hier gewährt uns Inga Höltmann einen Blick hinter die Kulissen und die Arbeit, die in dem Podcast steckt: http://ingahoeltmann.de/ein-blick-hinter-die-kulissen-meines-newwork-podcasts/

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