Books make my world go round

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Es ist eine Weile her seit meinem letzten Post – ganz einfach weil sich meine Experimente in der letzten Zeit vermehrt außerhalb der Welt des Bloggens abgespielt haben. Seit Ende 2015 bereite ich alles für meinen Weg in die Selbständigkeit vor, um mich wieder stärker der Literatur widmen zu können. Back to the roots, sozusagen. Und die letzten Monate waren wunderbar trubelig.

Eins meiner Projekte, das ich gerne noch weiter ausbauen möchte, ist ein Vergleichsprojekt über deutsche, britische und französische Buchmärkte mit literatursoziologischem Ansatz. Ein erster Schritt ist getan: gemeinsam mit Gesa Stedman haben wir das Literary Field Kaleidoscope erfunden, mit Leben gefüllt und beim Literaturseminar des British Council im Januar gelauncht. Davor habe ich eifrig gebastelt, mich weiter in WordPress eingearbeitet und fleißig geschrieben. Das Ergebnis ist hier zu sehen: www.literaryfield.org

LFK FotoDas Literary Field Kaleidoscope ist eine Plattform, auf der wir Rezensionen, Interviews und kritische Artikel zu Entwicklungen in den Buchmärkten (D, UK, F) veröffentlichen, sowie Links zu verlässlichen Statistiken anbieten, die ja auch nicht immer so einfach zu finden sind. Und nicht zuletzt veröffentlichen wir dort auch Projekte von Studierenden des Großbritannien-Zentrums, die bei Gesa und/oder mir den “Literary Field” Kurs absolvieren bzw. besucht haben. Die Texte sind auf Englisch, um den Austausch mit britischen und französischen Akteur_innen zu erleichtern. Gastbeiträge sind herzlich willkommen.

Im Januar war ich aber nicht nur zum Launch beim Literaturseminar (aka Walberberg-Seminar), sondern habe auch aktiv an #BritLitBerlin teilgenommen und der Frage nachgespürt, ob wir nun so etwas wie ein “New Golden Age of Crime Writing?” haben. Einen kurzen Artikel über das Seminar gibt es auf Literary Field Kaleidoscope: link.

Zu meiner großen Freude habe ich dort die schottische Autorin Val McDermid kennengelernt, deren Krimi “The Skeleton Road“ ich dann auch gleich verschlungen habe. Eine Kurzrezension kann man auf Litdocs (link) nachlesen, der Rezensionsplattform, die Sabine Blackmore und ich am ersten Advent gelauncht haben.

Und nun zu einem für mich ganz besonderen Verein, den BücherFrauen. Bisher hatte ich vor allem die vielfältigen Veranstaltungen und tollen Gespräche mit interessanten Frauen genossen und mich im Mentoring-Team engagiert. In diesem Jahr habe ich mich bei der Wahl zur Berliner Regionalsprecherin aufstellen lassen – und bin gewählt worden!

wahlfoto

Martina Martens (li) Yvonne de Andrés (re) und ich (Foto: Sabine von Bruch)

Gemeinsam mit einem Team aus engagierten “Funktionsfrauen” gestalten wir in den nächsten zwei Jahren die Vereinsarbeit (unsere Wahlen haben es sogar ins Börsenblatt und BuchMarkt geschafft). Ich freue mich sehr auf die Aufgaben und bin in der Tat schon mittendrin statt nur dabei. Meinen Vorgängerinnen bin ich sehr dankbar für die wunderbare Vorarbeit, die umfangreiche Übergabe und nicht zuletzt das Angebot, sie im Falle eines Falles mit Rückfragen bombardieren zu dürfen. Die Jahrestagung der BücherFrauen aus ganz Deutschland findet übrigens in diesem Jahr in Berlin statt und die Planung ist bereits in vollem Gange. Die BücherFrauen Veranstaltungen, die einmal im Monat stattfinden, sind praktischerweise schon eingetütet (am 9.3. übrigens mit einer Mitinitiatorin des Literaturfestivals READ!BERLIN (link zur Veranstaltung) und im Mentoring-Programm hatten wir am Wochenende ein Reflexionstreffen mit Workshop zum Blockadenüberwinden (link). Läuft.

Im Februar war ich dann zum ersten Mal bei einem eBook Camp und zwar in München. Ich hatte nach den Ankündigungen und meiner Recherche zum Thema Camps ehrlich gesagt noch etwas mehr Interaktion erwartet – und auch schon schlaflose Nächte deswegen durchgestanden – aber am Ende des Tages waren es dann doch eher die üblichen Vortragsformatemit Möglichkeit zum Fragenstellen. Nichtsdestotrotz waren die Vorträge (link) sehr interessant und inspirierend! In der Tat haben mich besonders die Themen eBook Typografie und CSS für die eBook-Erstellung angefixt: jetzt will ich noch mehr über eBook-Programmierung lernen und habe auch schon eine Weiterbildung entdeckt und gebucht. Was außerdem sehr nett war beim eBook Camp: die anderen Teilnehmer_innen. So konnte ich einige Bloggerinnen und Twitter-Kontakte mal “im richtigen Leben” kennenlernen– das war toll.

So, und damit ich auch in Zukunft zu eBook Camps, Literaturseminaren und Buchmessen fahren kann, bringe ich gerade alles auf den Weg, um mich mit meinen Talenten und Erfahrungen selbständig zu machen. In der Gründerinnenzentrale (link) gab es schon mal einen ganzen Schwung an Informationen zum Thema und beim Gründerinnenfrühstück habe ich mich wunderbar mit anderen Frauen austauschen können, die den Schritt schon gewagt haben oder gerade dabei sind. Jetzt muss ich noch einiges an Papierkram erledigen, aber glücklicherweise haben sich auch schon einige Aufträge rund um Buch und Bildung am Horizont abgezeichnet. Ich starte erstmal mit PR- und Layoutprojekten (print und web), biete Übersetzungen und Textarbeit an und unterstütze Institute bei der Antragstellung für Hochschulprojekte. Für mich eine wunderbare Art, meine Erfahrungen und Fähigkeiten mit den Themen zu verbinden, die mir am Herzen liegen.

Nun denn, ich muss mich ranhalten, denn die Buchmessen in Leipzig und London stehen bereits vor der Tür und auch für die BücherFrauen Jahrestagung gibt es noch viel zu tun. Zum #indiebookday bin ich dieses Jahr übrigens in Paris – mal sehen er dort auch so gefeiert wird. Falls nicht, kann ich ja vielleicht noch dazu beitragen…

Auf bald! Sandra

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