Archiv für den Monat Dezember 2015

Zeit zum Feiern und Pläneschmieden

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Zeit zum Feiern und Pläneschmieden

„Time does not pass faster than before, but we pass her by with more haste.“
George Orwell

Guilty as charged… Der Dezember ist aber auch immer wieder eine ganz besondere Herausforderung. Gestärkt durch einen traumhaften Urlaub in wärmeren und sonnigeren Gefilden als dem novemberlichen Berlin stürzte ich mich in einen turbulenten und arbeitsreichen Dezember. Der Endspurt für die Programmlaufzeit ‚meines‘ Förderprogramms stand auf dem Programm, aber auch eine Reihe ehrenamtlicher und freiberuflicher Projekte.

Besonders gefreut habe ich mich über den Launch eines neuen Blogs, den meine Freundin und Kollegin Sabine Blackmore und ich ins Leben gerufen haben: Litdocs (link). Am ersten Advent hat er das Licht der Welt erblickt und so gibt es nun jeden Donnerstag ausführliche Rezensionen oder Insta-Reviews (Kurzrezensionen auf Instagram), die das Beste aus Wissenschaft und Feuilleton miteinander vereinen. Wir wollen uns vor allem auf britische Romane stürzen, die noch nicht auf Deutsch veröffentlicht wurden, aber da wir uns für so viele Bücher und Kulturen interessieren, verweigern wir uns irgendwelchen Sprach- oder Genre-Einschränkungen. Die ersten Reaktionen waren erfreulicherweise sehr positiv und unser Publikum ist seit dem ersten Advent weiter gewachsen! Mehr über uns und unsere Texte gibt’s auf Litdocs.de und auf Facebook und Twitter. Lies den Rest dieses Beitrags

Die Berlinerin…

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Gestern in Neukölln entdeckt: die Ausstellung „Die Berlinerin“ von Ashkan Sahihi.

Die Idee dahinter: „die Dynamik Berlins zu erfassen in einer Zeit, in der diese Stadt an der Schwelle eines demografischen Umbruchs steht.“ Dafür hat Künstler Ashkan Sahihi 375 Frauen aus verschiedenen Kiezen, Klasssen und Lebenslagen porträtiert, denn seiner Meinung nach haben Frauen einen immer größeren Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen. Die entstande bunte Mischung kann man noch bis zum 10. Januar in der Galerie im Körnerpark in Neukölln anschauen.

Dass es sie nicht gibt, die Berlinerin, ist ja klar, wird aber auch hier nochmal deutlich. Auch die Kategorisierungen, die Sahihi selbst gewählt hat, wie etwa „Frau mit alternativem Lebensentwurf“, „Unternehmerin“ oder „Tochter aus einer Arbeiterfamilie“, entpuppen sich als nur begrenzt aussagekräftig. Die meisten Frauen passen mühelos in mehrere Kategorien und einige Kategorien könnte man noch hinzufügen – allerdings waren gestern auch nur etwa ein Drittel der Portaits zu sehen, da die Ausstellung in drei Etappen jeweils einen Teil der Werke zeigt.

Das für mich Faszinierendste war ohnehin ein anderer Punkt, nämlich dass es sich bei allen Portraits um Selbstinszenierungen handelt! Lies den Rest dieses Beitrags