On Nikesh Shukla’s The One Who Wrote Destiny

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On Nikesh Shukla’s The One Who Wrote Destiny

Nach einer ganzen Weile Austobens auf dem „Literary Field Kaleidoscope“ (www.literaryfield.org/blog), reblogge ich mal wieder etwas an dieser Stelle. Es ist eine Rezension einer Autorin, die ich über den Sammelband „The Good Immigrant“ ‚kennengelernt‘ habe, über ein Buch von Nikesh Shukla, der in den letzten Jahren für jede Menge guten Wirbel im UK gesorgt hat: er hat „The Good Immigrant“ herausgegeben und mit anderen hochengagierten Menschen den Jhalak Prize und eine Literaturagentur gegründet, um strukturellen Benachteiligungen im literary field etwas entgegenzusetzen. Nun hat er nach vielen, vielen Monden einen Roman fertig geschrieben: The One Who Wrote Destiny. Worum es geht schreibt Vera Chok (siehe unten) und auch Bernardine Evaristo hat den Roman im Guardian sehr gelobt. Es scheint eins der wenigen Bücher zu sein, in dem Figuren mit multiplen kulturellen Echokammern einfach sein dürfen, jenseits von „spokespeople“ und Stereotypen, und gleichzeitig auf hohem Niveau über unser Miteinander, „Othering“ und den Sinn des Lebens philosophiert wird.
Mein Exemplar ist noch in der königlichen Post… Ich habe lange nicht mehr so sehnsüchtig auf einen Roman gewartet.

Chok Notes to Self

„A Flea Can Trouble a Lion More than a Lion Can Trouble a Flea“

The One Who Wrote Destiny is a precious piece Nikesh has grown out of deep grief. It’s based on his family, makes me think of Didion’s Year of Magical Thinking, but feels more than that. Nikesh – and I’m not going to pretend I don’t know or haven’t worked with him, Nikesh edited The Good Immigrant, the book which, quite frankly, launched my writing career – has a family at the centre of the story but he’s woven in multiple characters, ones I recognise from having met Nikesh two years ago, who deeply affect, provoke and open up the world of the book. There’s a lesson in there somewhere.

The One Who Wrote Destiny. I think it’s about…being. Being where you are as who you are. Stay in your own shoes, a therapist once…

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Sehr lebendige „Dead Ladies“ in Berlin

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Sehr lebendige „Dead Ladies“ in Berlin

Es ist nun wahrlich keine neue Entdeckung, dass Frauen und ihre Leistungen im Schulkanon, in Uni-Kursen und nicht zuletzt in den Mainstream-Medien unterrepräsentiert sind. Von doppelten Diskriminierungen ganz zu schweigen, wie beispielsweise im Fall von Women of Colour. Glücklicherweise scheint sich nun langsam aber sicher das Bewusstsein einiger Menschen zu verändern: Geschichtsschreibung wird hinterfragt, weniger bekannte (aber belegbare) Geschichten zu Tage gefördert und neu bewertet, wer welche Rolle gespielt und welchen Beitrag geleistet hat. In diesen Kontext passen sicher auch Filme wie „Hidden Figures“ – auf Deutsch mit dem Untertitel „Unerkannte Heldinnen“ – , der international sehr positiv aufgenommen wurde . Ich will hier aber nicht argumentieren, dass das Sichtbarmachen und Kanonisieren unternommen werden sollte, weil es dafür einen Markt gibt. Und man muss auch keine große Filmproduktionsfirma sein, um an der Unterrepräsentation was zu ändern. Drei bewundernswerte Menschen aus Berlin haben sich dazu entschieden, die Veränderungen mitzugestalten und die „Dead Ladies Show“ ins Leben gerufen: Die Übersetzerin Katy Derbyshire, der Herausgeber einer Literaturzeitschrift Florian Duijsens und die Journalistin Susan Stone. Lies den Rest dieses Beitrags

Bloody…

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Bloody…

Wow, long time, no post. Aber ich hatte ja ohnehin schon angekündigt, dass ich mich derzeit mehr auf dem Literary Field Kaleidoscope (www.literaryfield.org) austobe… Nichtsdestotrotz, hier auch ein kleines Lebenszeichen von mir. Lies den Rest dieses Beitrags

Mutige Kinderbücher

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Mutige Kinderbücher

Die ‚Schneekönigin‘ scheint Kinder auf der ganzen Welt fest in ihrem Griff zu haben (ich meine die Disney-Version und mich haben sogar Berichte über Sichtungen in der Mongolei erreicht). Wenn man sich die Seiten von Pink Stinks, einer „Protestorganisation, die gegen Produkte, Werbe- und Medieninhalte agiert, die Kindern eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen“ (link), anschaut, hätte es definitiv schlimmer kommen können. Nichtsdestotrotz ist es doch irgendwie krass, wie sich so ein globaler Mainstream entwickelt. Dabei gibt es so viele herrliche, differenzierte, mutige Kinderbücher, die groß und klein gleichermaßen begeistern können – aber allzu oft in der Wahrnehmung untergehen. Um diesen leiseren Büchern und Charakteren mehr Öffentlichkeit zu verschaffen, haben die Berliner BücherFrauen im Oktober eine Veranstaltung zum Thema „mutige Kinderbücher“ auf die Beine gestellt. Ich wollte eigentlich schon gleich damals darüber schreiben, aber ich habe es damals zwischen Ehrenamt und frischer Selbständigkeit einfach nicht geschafft, den Artikel fertig zu schreiben. Aber das Thema hat mir immer wieder im Kopf herumgespukt und so nehme ich einfach den heutigen Welttag des Buches zum Anlass, die „mutigen Kinderbücher“ und die Veranstaltung nochmal hervorzuholen.

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Empfehlung: „New Work Podcast“ – wie können & wollen wir in Zukunft arbeiten?

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Heute melde ich mich mit einer Empfehlung zum Thema Digitalisierung und Arbeitswandel. Ich hatte schon lange den Podcast „New Work“ auf meiner (laaaaangen) Liste der Dinge, die ich unbedingt noch lesen oder anhören möchte. Jetzt hatte ich endlich mal Zeit und Muße und kann die Serie wärmstens weiterempfehlen.

Autorin und Moderatorin Inga Höltmann, eine fellow Digital Media Woman, interviewt in zehn Episoden Frauen und Männer zum Thema Arbeitswandel bzw. „New Work – wie wir in Zukunft arbeiten werden“ (Link zum Podcast). Dabei sind dann zum Beispiel Jana Tepe von Tandemploy (Link zu Tandemploy) und Albrecht von Sonntag von Idealo (Link zu Idealo), aber auch (digitale) Nomaden und Managementberater. Auch interessant: Robert Frankens Thesen dazu wie Digitalisierung, ein wahrer Kulturwandel und „gender empathy“ zusammenhängen und volkswirtschaftlich wie auch gesellschaftlich einen großen Sprung nach vorne bedeuten können (Link zu Robert Frankens Blog). Lies den Rest dieses Beitrags

Frauen im Film

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Frauen im Film

Es gibt noch viel zu tun…
„Der Auftrag ist erst dann erfüllt, wenn diversity in Sachen Gender und Ethnien und Alter und Körpergewicht und sozialer Herkunft usw. normal ist, und nichts, was angestrengt geplant und ausgerechnet werden muss. […] Ich halte es für ein gutes Zeichen, da nicht abzustumpfen, sondern eher sensibler zu werden.“
Sehe ich auch so – lesenswerter Beitrag von Zoë Beck auf Herlandnews

Herland

Frauen im Film. Kein neues Thema, schon gar nicht seit dem Bechdel-Test. Den gibt es übrigens seit 1985, und nicht viel hat sich seither geändert. Weibliche Hauptrolle? Frauenfilm (Liebe, Kitsch, Beziehungsscheiß) für Frauen. Männliche Hauptrolle? Ach, das schauen sich doch alle gern an.

Warum fange ich heute wieder damit an? Weil es so lange Thema sein muss, bis sich wirklich etwas geändert hat. Zu wenig Frauen vor der Kamera hat natürlich auch Auswirkungen auf den Bereich der Filmsynchronisation, in dem ich ebenfalls arbeite. Die deutschen Sprecherinnen klagen über fehlende Rollen, vor allem, wenn sie ein gewisses (Stimm-)Alter überschritten haben. Ältere Frauen, wer will die schon sehen. Dank neuer Serienproduktionen für Netflix & Co. hat sich ein bisschen was verbessert. Weibliche Hauptfiguren bei “Star Wars”. (Oh, wisst ihr noch, wie sie damals Captain Janeway bei “Raumschiff Voyager” als große Sache gefeiert haben?) Serien wie “Jessica Jones”. Aber es ist…

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Eins, zwei, drei im Sauseschritt…

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Eins, zwei, drei im Sauseschritt…

Ist der letzte Post echt schon wieder zwei Monate her? Kaum zu fassen. Aber ich weiß schon, wo die Zeit geblieben ist… Bei verschiedenen Übersetzungs- und Layoutarbeiten, bei der Akquise, den BücherFrauen, dem Literary Field Adventskalender und den Weihnachtsvorbereitungen. Und dann, nach einer herrlich erholsamen Pause zwischen den Jahren, habe ich eine Weile in Paris verbracht – einerseits für einen Forschungsaufenthalt, u.a. in der Nationalbibliothek, aber natürlich auch um meine Oma, meine Tante und meinen Onkel und einige Freundinnen in Paris zu besuchen. Das wurde dann auch eine turbulente Zeit – zumal die Recherchen und die Auswertung bis zum 25. Januar abgeschlossen sein mussten, weil die Ergebnisse für einen Vortrag an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz bestimmt waren. Und wie ich da so stehe und rede und versuche den Studierenden das literarische Feld in Frankreich näherzubringen, da weiß ich wieder, was ich daran so liebe. Und dass ich echt ganz gut darin bin!

Aus der Unterrichtsstunde bastele ich dann noch einen Artikel für das Literary Field Kaleidoscope – den anderen Blog, auf dem ich im Moment etwas aktiver bin, dessen Adventskalender mich aber im Dezember fast um den Verstand gebracht hat (abspringende Beiträgerinnen, umständliche Rechteklärungen und dann noch meine eigenen Ansprüche…). Ich habe aber am Wochenende beim Literaturseminar des British Council – #BritLitBerlin – gelernt, dass es nicht nur mir so ging mit dieser Adventskalenderidee gone mad. Die Autorin Sharon Dodua Otoo hat ihren Roman „Syncronicity“ als Adventskalender gestartet und sich fast um den Verstand geschrieben. Das war allerdings nicht das Einzige, was ich bei dem Seminar gelernt habe, bei Weitem nicht. Aber das erzähle ich ein ander Mal, auch wieder im Literary Field Kaleidoscope. Nur so viel sei schon mal gesagt: es waren ganz wunderbare, inspirierende Autorinnen und Autoren dabei – und kürzer wird die Leseliste so nicht… Lies den Rest dieses Beitrags