Mutige Kinderbücher

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Mutige Kinderbücher

Die ‚Schneekönigin‘ scheint Kinder auf der ganzen Welt fest in ihrem Griff zu haben (ich meine die Disney-Version und mich haben sogar Berichte über Sichtungen in der Mongolei erreicht). Wenn man sich die Seiten von Pink Stinks, einer „Protestorganisation, die gegen Produkte, Werbe- und Medieninhalte agiert, die Kindern eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen“ (link), anschaut, hätte es definitiv schlimmer kommen können. Nichtsdestotrotz ist es doch irgendwie krass, wie sich so ein globaler Mainstream entwickelt. Dabei gibt es so viele herrliche, differenzierte, mutige Kinderbücher, die groß und klein gleichermaßen begeistern können – aber allzu oft in der Wahrnehmung untergehen. Um diesen leiseren Büchern und Charakteren mehr Öffentlichkeit zu verschaffen, haben die Berliner BücherFrauen im Oktober eine Veranstaltung zum Thema „mutige Kinderbücher“ auf die Beine gestellt. Ich wollte eigentlich schon gleich damals darüber schreiben, aber ich habe es damals zwischen Ehrenamt und frischer Selbständigkeit einfach nicht geschafft, den Artikel fertig zu schreiben. Aber das Thema hat mir immer wieder im Kopf herumgespukt und so nehme ich einfach den heutigen Welttag des Buches zum Anlass, die „mutigen Kinderbücher“ und die Veranstaltung nochmal hervorzuholen.

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Empfehlung: „New Work Podcast“ – wie können & wollen wir in Zukunft arbeiten?

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Heute melde ich mich mit einer Empfehlung zum Thema Digitalisierung und Arbeitswandel. Ich hatte schon lange den Podcast „New Work“ auf meiner (laaaaangen) Liste der Dinge, die ich unbedingt noch lesen oder anhören möchte. Jetzt hatte ich endlich mal Zeit und Muße und kann die Serie wärmstens weiterempfehlen.

Autorin und Moderatorin Inga Höltmann, eine fellow Digital Media Woman, interviewt in zehn Episoden Frauen und Männer zum Thema Arbeitswandel bzw. „New Work – wie wir in Zukunft arbeiten werden“ (Link zum Podcast). Dabei sind dann zum Beispiel Jana Tepe von Tandemploy (Link zu Tandemploy) und Albrecht von Sonntag von Idealo (Link zu Idealo), aber auch (digitale) Nomaden und Managementberater. Auch interessant: Robert Frankens Thesen dazu wie Digitalisierung, ein wahrer Kulturwandel und „gender empathy“ zusammenhängen und volkswirtschaftlich wie auch gesellschaftlich einen großen Sprung nach vorne bedeuten können (Link zu Robert Frankens Blog). Lies den Rest dieses Beitrags

Frauen im Film

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Frauen im Film

Es gibt noch viel zu tun…
„Der Auftrag ist erst dann erfüllt, wenn diversity in Sachen Gender und Ethnien und Alter und Körpergewicht und sozialer Herkunft usw. normal ist, und nichts, was angestrengt geplant und ausgerechnet werden muss. […] Ich halte es für ein gutes Zeichen, da nicht abzustumpfen, sondern eher sensibler zu werden.“
Sehe ich auch so – lesenswerter Beitrag von Zoë Beck auf Herlandnews

Herland

Frauen im Film. Kein neues Thema, schon gar nicht seit dem Bechdel-Test. Den gibt es übrigens seit 1985, und nicht viel hat sich seither geändert. Weibliche Hauptrolle? Frauenfilm (Liebe, Kitsch, Beziehungsscheiß) für Frauen. Männliche Hauptrolle? Ach, das schauen sich doch alle gern an.

Warum fange ich heute wieder damit an? Weil es so lange Thema sein muss, bis sich wirklich etwas geändert hat. Zu wenig Frauen vor der Kamera hat natürlich auch Auswirkungen auf den Bereich der Filmsynchronisation, in dem ich ebenfalls arbeite. Die deutschen Sprecherinnen klagen über fehlende Rollen, vor allem, wenn sie ein gewisses (Stimm-)Alter überschritten haben. Ältere Frauen, wer will die schon sehen. Dank neuer Serienproduktionen für Netflix & Co. hat sich ein bisschen was verbessert. Weibliche Hauptfiguren bei “Star Wars”. (Oh, wisst ihr noch, wie sie damals Captain Janeway bei “Raumschiff Voyager” als große Sache gefeiert haben?) Serien wie “Jessica Jones”. Aber es ist…

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Eins, zwei, drei im Sauseschritt…

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Eins, zwei, drei im Sauseschritt…

Ist der letzte Post echt schon wieder zwei Monate her? Kaum zu fassen. Aber ich weiß schon, wo die Zeit geblieben ist… Bei verschiedenen Übersetzungs- und Layoutarbeiten, bei der Akquise, den BücherFrauen, dem Literary Field Adventskalender und den Weihnachtsvorbereitungen. Und dann, nach einer herrlich erholsamen Pause zwischen den Jahren, habe ich eine Weile in Paris verbracht – einerseits für einen Forschungsaufenthalt, u.a. in der Nationalbibliothek, aber natürlich auch um meine Oma, meine Tante und meinen Onkel und einige Freundinnen in Paris zu besuchen. Das wurde dann auch eine turbulente Zeit – zumal die Recherchen und die Auswertung bis zum 25. Januar abgeschlossen sein mussten, weil die Ergebnisse für einen Vortrag an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz bestimmt waren. Und wie ich da so stehe und rede und versuche den Studierenden das literarische Feld in Frankreich näherzubringen, da weiß ich wieder, was ich daran so liebe. Und dass ich echt ganz gut darin bin!

Aus der Unterrichtsstunde bastele ich dann noch einen Artikel für das Literary Field Kaleidoscope – den anderen Blog, auf dem ich im Moment etwas aktiver bin, dessen Adventskalender mich aber im Dezember fast um den Verstand gebracht hat (abspringende Beiträgerinnen, umständliche Rechteklärungen und dann noch meine eigenen Ansprüche…). Ich habe aber am Wochenende beim Literaturseminar des British Council – #BritLitBerlin – gelernt, dass es nicht nur mir so ging mit dieser Adventskalenderidee gone mad. Die Autorin Sharon Dodua Otoo hat ihren Roman „Syncronicity“ als Adventskalender gestartet und sich fast um den Verstand geschrieben. Das war allerdings nicht das Einzige, was ich bei dem Seminar gelernt habe, bei Weitem nicht. Aber das erzähle ich ein ander Mal, auch wieder im Literary Field Kaleidoscope. Nur so viel sei schon mal gesagt: es waren ganz wunderbare, inspirierende Autorinnen und Autoren dabei – und kürzer wird die Leseliste so nicht… Lies den Rest dieses Beitrags

Advent, Advent…

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Advent, Advent…

… es geht los! It’s the most wonderful time of the year!

In diesem Jahr bin ich so sehr in Weihnachtsstimmung wie schon seit Langem nicht mehr. Aber auch ein klitzekleines bisschen Reif für eine Pause, gemütliche Abende am Feuer und besinnliche Zeit mit Freunden und Familie.

Doch ich wäre nicht ich ohne das ein oder andere Projekt – und eins davon ist ein literarischer Adventskalender! Jeden Tag könnt ihr euch etwas von ganz unterschiedlichen Menschen aus England, Schottland, Griechenland, Tschechien, den Niederlanden und Deutschland vorlesen lassen und ganz besondere Texte entdecken. Am 1. Dezember geht es los auf http://www.literaryfield.org – schaut doch mal vorbei!

Ein Preis für Autorinnen – der LiBeraturpreis

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Ein Preis für Autorinnen – der LiBeraturpreis

Und hier noch ein kleiner Nachtrag zur Buchmesse und dem LiBeraturpreis, der es sich zum Ziel gemacht hat, die Werke von Autorinnen aus Lateinamerika, Afrika, Asien und der arabischen Welt in Deutschland sichtbarer zu machen – und so auch einen Beitrag für ein differenzierteres Bild aus anderen Kulturen zu leisten.
Danke Zoë Beck!

Herland

Quelle: Wikipedia. Von Masbrum - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47033466 Quelle: Wikipedia. Von Masbrum – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47033466

Es gab bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse noch eine Preisverleihung, über die allerdings nicht so viel gesprochen und geschrieben wurde wie beispielsweise über den Friedenspreis, der an Carolin Emcke ging (worüber wir uns wahnsinnig gefreut haben!): Den LiBeraturpreis 2016 bekam die indonesische Autorin Laksmi Pamuntjak für den Roman „Alle Farben Rot“.

Den LiBeraturpreis gibt es seit 1987, und seit 2013 vergibt ihn die Litprom, ein Verein, der Literatur aus Lateinamerika, Afrika, Asien und der arabischen Welt in Deutschland bekannter machen will. Hier die Beschreibung des Preises:

„Zugrunde liegt die Tatsache, dass Übersetzungen aktueller Werke von Autorinnen aus den entsprechenden Ländern auf dem deutschen Buchmarkt immer noch stark unterrepräsentiert sind und weiblichen Stimmen nach wie vor eine deutlich geringere mediale Aufmerksamkeit zukommt.

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Buchmessentrubel #fbm16

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Buchmessentrubel #fbm16

Alle Jahre wieder… mal abgesehen davon, dass ich tatsächlich schon Weihnachtsliederohrwürmer habe, meine ich heute eigentlich nur die Frankfurter Buchmesse. Gefühlt pilgert die halbe Welt dorthin – ich hatte dieses Mal ehrlich gesagt gar nicht so große Lust. Aber dann hat es mich doch gepackt und ichbin im Nachhinein wieder sehr glücklich über die vielen inspirierenden Begegnungen und Entdeckungen.

Auch in diesem Jahr war ich wieder als Messereporterin für die Jungen Verlagsmenschen unterwegs. In diesem Jahr habe ich über die Ehrung von Anita Djafari als BücherFrau des Jahres 2016 geschrieben (Link zum Artikel), über ein Panel mit Verlegerinnen aus den NL und Belgien, moderiert von meiner BücherFrauen-Partnerin Doris Hermanns, und über ein Startup, das gemeinschaftliches Schreiben über eine online Plattform ermöglichen will (die letzten beiden werden demnächst auch bei den JVM hochgeladen).

Und hier noch ein paar Foto-Eindrücke von der Frankfurter Buchmesse: Lies den Rest dieses Beitrags